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Integration von Spina-Kindern in normale Schulklassen
Kinder mit Behinderungen können seit einigen Jahren in Integrationsklassen zusammen mit nicht behinderten Schülern lernen. Profitieren können von der Konstellation alle Schüler.

Im Durchschnitt werden etwa zehn Prozent der behinderten Kinder in Deutschland in Regelschulen integriert, die meisten an Grundschulen. Die Idee für dieses Konzept entstand vor 30 Jahren. Damals setzte eine Elterninitiative in Berlin die erste Integrationsklasse an einer staatlichen Grundschule durch.


"Durch die Elterninitiativen schossen in den 80er- und 90er-Jahren die Integrationsschulen wie Pilze aus dem Boden. Im Moment stagniert die Entwicklung, weil es die Integrationsbewegung nicht mehr in dieser Form gibt", erklärt Professor Hans Wocken, der an der Universität Hamburg einen Lehrstuhl für Pädagogik bei Lernbehinderung unter Einbezug integrativer Erziehung hat. "Die Eltern, die Wert auf eine Integration ihrer Kinder legen, haben einen Platz gefunden."

Der Unterschied zwischen den Kindern erscheint letztendlich verschwindend gering. Klassenkameraden, gerade jene im Grundschulalter, haben keine Scheu vor behinderten Kindern. "Für die sind das Kinder wie alle anderen auch, mit einigen Verschiedenheiten eben", sagt Professor Dr. Wocken.

Allerdings brauchen Schüler mit Spina Bifida häufig noch einen sogenannten Integrationshelfer.
Kinder mit besonderem Förderbedarf in Bezug auf Integrationshelfer sind Kinder, die körperlich, geistig oder seelisch behindert sind.
Ein Integrationshelfer ist eine Person, die während eines Teils oder auch der gesamten Schulzeit (einschließlich des Schulwegs) beim Schüler ist, um Defizite zu kompensieren und Hilfestellung zu leisten. Meistens ist dies ein Zivildienstleistender oder eine junge Frau, die ein freiwilliges soziales Jahr ableistet.
Die persönliche Schulbegleitung unterstützt behinderte Schüler durch individuelle Begleitung während des Schulbesuchs. Integrationshelfer unterstützen beim Umgang mit Lernmaterialien, leisten Kommunikationshilfen, fördern den Aufbau sozialer Kontakte, die Eingliederung in die Klassengemeinschaft, motivieren, beaufsichtigen und leisten pflegerische Hilfen.

"Die Angst, dass durch die Anwesenheit von behinderten Kindern die Lernerfolge der nicht behinderten Kinder zurückgehen, ist absolut unbegründet. Sie lernen mindestens genauso viel, wenn nicht sogar mehr", sagt Wocken. Ein Problem, genügend nicht behinderte Kinder für den gemeinsamen Unterricht zu finden, gibt es daher auch nicht. "Die Eltern sind mit den Integrationsklassen sehr zufrieden", weiß der Hamburger Professor.
 
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